Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.
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Moritz Rosenthal
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geboren am 15t. October 1813,
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gestorben am 4t. April 1860.
Deutsche Inschrift
Nicht an die geweihte Stätte wollen wir die Klage bringen,
Und kein Seufzer oder Wehen soll zu Dir hinüber klingen,
Nur in Liebe und Verehrung wollen wir hier bei Dir weilen.
Die Erinnerung an Dein Leben soll die große Wunde heilen!
Denn es war so reich an Tugend wie es reich an schweren Tagen.
Jene übtest Du so freudig, wie Du diese fromm ertragen!
Deinem Weibe Deinen Kindern galt des edlen Herzens Streben.
Ach! und als die Müh zu Ende ging und zu Ende auch Dein Leben;
Gleich dem Helden, der vorm Sterben noch den großen Sieg errungen.
Doch zu dessen Ohr der frühe Siegesruf nicht mehr gedrungen,
Droben aber ja wir fühlen_s, gingst entgegen Du dem Lohne,
Ließest uns ein kostbar Erbe: Deines Namens Ehrenkrone!
Angaben zum Stein
Qualität
Stein ist ok
Material
Marmor
Dekor
Keine Angabe
Höhe (cm)
157
Steinmetz
Keine Angabe
Stein
Rechts außen befindliche rechteckige Schrifttafel mit schmaler Einfassung; an den Ecken Rosetten, zwei fehlen.
Kommentar
Die Tafel gehört zur Grabanlage 443 und besitzt im Lageplan die Belegungs-Nr. 4434. Die Zeilen 1 bis 13 sind so lang, dass sie extra und getrennt von den Zeilen 14-20 dargestellt werden müssen.
Quelle
Geißler-Grünberg, Friedhof. Dokumentation, Bd. 2, S. 548-551.
Angaben zur Person
Nachname
Rosenthal
Vorname
Moritz
Geschlecht
männlich
Jüdischer Name
Mosche
Jüdischer Vatername
Meschulam
Geburts-/Heimatort
Joachimsthal, bei Eberswalde
Geburtsdatum
15.10.1813
Sterbeort
Potsdam
Sterbedatum
04.04.1860
Beruf
Kaufmann, Gutsbesitzer
Funktion
Vorsteher der Synagogengemeinde
Familie
Sohn des Staatsbürgers Moses Feiwisch Rosenthal u. von Vogel, geb. Sober. Ehemann von Eleonore Rosenthal, vgl. Nr. 4433. Vater von Felix u. Alexander Rosenthal, vgl. Nr. 4432 u. 375.